Was WeChat ist
WeChat ist eine Messaging- und Social-Plattform des chinesischen Technologiekonzerns Tencent. Aus einer reinen Chat-App ist ein Alltagswerkzeug geworden, mit dem man schreibt, telefoniert, Neuigkeiten teilt, Marken folgt und kleine Apps nutzt, alles in einer einzigen Oberfläche. In der Volksrepublik China heißt das Gegenstück Weixin; beide Angebote sind eng miteinander verwandt.
Funktionen, Kontoregeln und verfügbare Dienste unterscheiden sich je nach Region und ändern sich mit der Zeit. Verstehen Sie diesen Ratgeber deshalb als Überblick über die Konzepte und schauen Sie für aktuelle Details ins offizielle Help Center von WeChat. Das gilt besonders für Zahlungen und Unternehmensregistrierungen, die von lokalen Vorschriften abhängen und hier nicht behandelt werden.
Jedes Konto ist an eine Telefonnummer und praktisch auch an das Gerät gebunden, auf dem Sie sich anmelden. Halten Sie diese Nummer aktiv und unter Ihrer Kontrolle, denn sie ist der Anker für Bestätigungscodes und für die spätere Rückkehr ins Konto.
Chats, Moments und Channels
Chats funktionieren, wie man es erwartet: Einzel- und Gruppenunterhaltungen mit Text, Sprachnachrichten, Fotos, Dateien sowie Sprach- und Videoanrufen. Kontakte fügen Sie über die Suche nach einer WeChat-ID oder Telefonnummer, per QR-Code oder durch das Annehmen einer Anfrage hinzu, und mit Tags lassen sich Ihre Kontakte ordnen.
Moments ist der soziale Feed. Sie veröffentlichen Text, Fotos oder kurze Videos, und Ihre Kontakte können sie ansehen und mit Likes und Kommentaren reagieren. Beiträge sind für Ihre Kontakte sichtbar, nicht für die ganze Welt, und Sie können pro Beitrag festlegen, wer ihn sieht. Das lohnt sich, wenn Ihre Kontaktliste Familie, Freunde und Kollegen mischt.
Channels ist ein eigener Bereich für Kurzvideos und Live-Inhalte, die auch Menschen außerhalb Ihrer Kontakte erreichen können. Weil er auf ein größeres Publikum zielt, überlegen Sie gut, was Sie dort veröffentlichen, und prüfen Sie, was es über Sie verrät.
Mini-Programme
Mini-Programme sind schlanke Apps, die ohne separaten Download innerhalb von WeChat laufen. Sie lassen sich aus einem Chat, aus einem Artikel eines Official Accounts, per QR-Code oder über die Suche öffnen und decken Dinge wie Buchungen, Bestellungen, Werkzeuge und Kundenservice ab.
Für Unternehmen ist ein Mini-Programm eine Möglichkeit, einen Service dort anzubieten, wo die Kundschaft ohnehin Zeit verbringt, und es lässt sich mit einem Official Account verknüpfen. Für Nutzerinnen und Nutzer gelten einfache Gewohnheiten: Öffnen Sie Mini-Programme nur aus Quellen, die Sie kennen, lesen Sie, welche Berechtigungen sie anfordern, und entfernen Sie die, die Sie nicht mehr brauchen.
Official Accounts für Marken
Ein Official Account ist ein öffentliches Profil, mit dem eine Marke, eine Organisation oder ein Creator Artikel veröffentlicht und Follower innerhalb von WeChat erreicht. Man folgt einem Account, erhält seine Beiträge in der Chatliste oder in einem eigenen Bereich und kann häufig ein Menü öffnen, das zu Services, Artikeln oder einem Mini-Programm führt.
Es gibt verschiedene Kontotypen, historisch etwa Subscription Accounts und Service Accounts, die sich darin unterscheiden, wie oft und auf welche Weise sie Follower erreichen können. Welcher Typ passt, hängt davon ab, ob Sie vor allem Inhalte veröffentlichen oder Dienstleistungen anbieten. Die Anforderungen an die Registrierung richten sich nach dem Kontotyp, der registrierenden Person und der Region und verlangen in der Regel Identitäts- oder Organisationsnachweise.
Die Verifizierung ist eine Prüfung, bei der WeChat bestätigt, dass ein Account zu einer realen Organisation gehört; verifizierte Accounts tragen ein Zeichen, an dem Follower sie erkennen. Schritte, Unterlagen und eventuelle Gebühren legt Tencent fest, und sie können sich ändern. Nutzen Sie deshalb die offizielle Dokumentation zu Official Accounts als Referenz. Geben Sie einen Account niemals als Eigentum eines Unternehmens oder einer Person aus, die er nicht vertritt.
Datenschutzeinstellungen, die Sie prüfen sollten
Öffnen Sie in den Einstellungen den Bereich Datenschutz und prüfen Sie, wer Sie finden und hinzufügen darf, etwa über Telefonnummer oder WeChat-ID, und ob neue Kontakte zuerst von Ihnen bestätigt werden müssen. Legen Sie fest, wer Ihre Moments sieht, und nutzen Sie Tags oder die Zielgruppenauswahl pro Beitrag, um manche Neuigkeiten einem kleineren Kreis vorzubehalten.
Schauen Sie sich die Berechtigungen an, die Sie WeChat auf Ihrem Telefon erteilt haben, etwa für Kontakte, Standort, Kamera und Mikrofon, und schalten Sie ab, was Sie nicht brauchen. Prüfen Sie außerdem, welche Mini-Programme und anderen Dienste Sie autorisiert haben, und entfernen Sie die, die Sie nicht mehr nutzen.
Auch Gruppenchats verdienen Sorgfalt. Prüfen Sie vor dem Beitritt, wer die Gruppe betreibt, und verlassen Sie Gruppen, die verdächtige Links teilen oder Sie drängen, das Gespräch anderswohin zu verlegen. Seien Sie in jedem Chat vorsichtig mit Links, QR-Codes und Dateien von Unbekannten und geben Sie niemals einen Bestätigungscode weiter.
Geräteverwaltung und Anmeldesicherheit
Bei der Anmeldung auf einem neuen Gerät ist meist eine Bestätigung nötig, etwa ein Bestätigungscode oder die Freigabe auf einem Gerät, das bereits angemeldet ist. Betrachten Sie solche Abfragen als Warnzeichen, wenn Sie sie nicht selbst ausgelöst haben, und bestätigen Sie keine Anmeldung, die Sie nicht angefordert haben.
Im sicherheitsbezogenen Teil der Einstellungen sehen Sie die Geräte, die bei Ihrem Konto angemeldet sind, und können jedes abmelden, das Sie nicht kennen. Tun Sie das nach dem Wechsel des Telefons, nach der Nutzung eines gemeinsam genutzten Computers und immer dann, wenn etwas seltsam wirkt. WeChat bietet je nach Version auch Optionen wie Notfallkontakte oder zusätzlichen Anmeldeschutz; richten Sie ein, was Ihre Version bereithält.
Wählen Sie ein starkes Passwort, halten Sie die App aktuell und nutzen Sie die Bildschirmsperre Ihres Telefons. Überlassen Sie Ihr Konto niemandem und melden Sie sich nicht für andere an, denn der Zugang zu einem Konto ist der Zugang zu allem darin, auch zu privaten Chats und Dateien.
Kontosperren und der Weg zurück
WeChat kann ein Konto vorübergehend einschränken oder sperren, wenn es ungewöhnliche Aktivität erkennt, etwa Anmeldungen von unerwarteten Orten, Missbrauchsmeldungen oder ein Verhalten, das automatisiert wirkt. Eine Einschränkung ist nicht immer dauerhaft, und die App nennt meist auf dem Bildschirm den Grund und den nächsten Schritt.
Um ein Konto zu entsperren, nutzen Sie den offiziellen Ablauf in der App oder das WeChat Help Center. Je nach Fall und Region werden Sie womöglich gebeten, Ihre Telefonnummer oder Ihre Identität zu bestätigen. Antworten Sie wahrheitsgemäß, nutzen Sie nur Ihr eigenes Konto und Ihr eigenes Gerät und greifen Sie nicht zu Abkürzungen wie geliehenen Konten oder Drittdiensten, die anbieten, die Prüfungen zu umgehen.
Vorbeugen ist leichter als Wiederherstellen. Vermeiden Sie Massennachrichten, Automatisierungstools und inoffizielle, veränderte Apps, halten Sie Ihre Wiederherstellungsdaten aktuell und lesen Sie die Nutzungsbedingungen von WeChat, damit Sie wissen, welches Verhalten zu einer Einschränkung führen kann.
Wenn Sie ein Konto über einen Marktplatz beziehen
Name und Dienst WeChat gehören ihrem Inhaber, und rStock ist ein unabhängiger Marktplatz, der nicht mit ihm verbunden ist. Halten Sie sich bei jedem Konto, das Sie nutzen, an die Nutzungsbedingungen von WeChat, gleich wie Sie es erhalten haben, denn diese Bedingungen bestimmen, was erlaubt ist und was zu Einschränkungen führen kann.
Auf rStock verkaufen unabhängige Shops digitale Artikel, und Sie zahlen ausschließlich mit Ihrem rStock-Guthaben, das per Kryptowährung über den Zahlungsanbieter Cryptomus aufgeladen und in USDT gutgeschrieben wird. Vor dem Kauf ist eine verifizierte E-Mail-Adresse nötig. Das öffentliche Profil eines Shops zeigt Verkaufszahl, Bewertung und Versicherungsguthaben, was beim Vergleich von Shops hilft.
Nach der Zahlung erscheint der gelieferte Inhalt als Lieferprotokoll auf Ihrer Bestellseite. Ihr Geld wird zurückgehalten und nicht gleich an den Shop ausgezahlt; nach der Lieferung haben Sie ein begrenztes Zeitfenster, um einen Streitfall zu eröffnen, falls etwas nicht stimmt. Sobald Sie Zugang haben, prüfen Sie die angemeldeten Geräte, ändern das Passwort und stellen die Wiederherstellungsdaten auf Angaben um, die nur Sie kontrollieren.