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Ungenutzte Abos finden und kündigen: Schritt für Schritt

Vergessene Abos im App Store, bei Google Play, im Kontoauszug und im Posteingang aufspüren, jedes richtig kündigen und überraschende Verlängerungen vermeiden.

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Warum sich vergessene Abos anhäufen

Abonnements sind so gestaltet, dass man sie leicht abschließt und leicht vergisst. Eine kostenlose Testphase, die stillschweigend in einen kostenpflichtigen Tarif übergeht, eine App, die Sie für ein einziges Projekt genutzt haben, ein Streamingdienst, den Sie nur für eine Serie abonniert haben, oder eine jährliche Verlängerung, die lange nach dem letzten Gebrauch eintrifft: All das kann im Hintergrund weiter abgebucht werden.

Die Lösung ist nicht kompliziert, verlangt aber eine konzentrierte Sitzung: eine vollständige Liste aller Zahlungen erstellen, entscheiden, was bleibt, den Rest über den richtigen Kanal kündigen und mit einer einfachen Routine dafür sorgen, dass die Liste kurz bleibt. Die folgenden Schritte funktionieren mit dem iPhone, mit einem Android-Smartphone, mit dem Computer oder mit allen dreien.

Schritt eins: eine vollständige Liste erstellen

Beginnen Sie mit den Konto- und Kartenabrechnungen der letzten Monate. Achten Sie auf wiederkehrende Abbuchungen, auch auf kleine, und auf Jahresbeträge, die nur selten auftauchen. Zahlungen über Apple oder Google zeigen oft den Namen des jeweiligen App-Stores statt des App-Namens. Steht einer der beiden als Empfänger da, ist als Nächstes die Abo-Liste dieses Stores an der Reihe.

Durchsuchen Sie danach Ihr E-Mail-Postfach nach Begriffen wie Beleg, Rechnung, Verlängerung, Abonnement, Testphase und Quittung. Belege nennen meist den Dienst, den Tarif und das Verlängerungsdatum. Außerdem verraten sie, mit welcher E-Mail-Adresse ein Konto angelegt wurde, was wichtig ist, wenn Sie mehrere Adressen nutzen.

Prüfen Sie auch Zahlungsdienste, die Sie mit Onlineshops und Apps verknüpft haben. PayPal und ähnliche Dienste führen eine Liste der Händler, die Sie zu automatischen Abbuchungen ermächtigt haben, und manche Banking-Apps zeigen wiederkehrende Zahlungen an oder erlauben es, einen Händler zu sperren. Vergessen Sie nicht Zusatzpakete Ihres Mobilfunkanbieters, Ihres Internetanbieters oder eines anderen Abos, das weitere Dienste enthält.

Kündigen auf iPhone, iPad und Mac

Haben Sie über Apple abonniert, verwaltet Ihr Apple-Account das Abo, nicht die App. Öffnen Sie auf dem iPhone oder iPad die Einstellungen, tippen Sie auf Ihren Namen und dann auf Abonnements. Auf dem Mac öffnen Sie den App Store, klicken auf Ihren Namen, rufen die Account-Einstellungen auf und suchen den Bereich für Abonnements. Dort sehen Sie aktive und abgelaufene Abos samt Verlängerungsdatum und können direkt kündigen.

Das Löschen einer App kündigt das Abo nicht. Fehlt ein erwartetes Abo in der Liste, haben Sie es womöglich mit einem anderen Apple-Account, direkt auf der Website des Unternehmens oder über ein Familienmitglied abgeschlossen. Dann muss es dort gekündigt werden, wo es begonnen wurde.

Wurde eine Verlängerung abgebucht, die Sie nicht wollten, bietet Apple einen offiziellen Weg, ein Problem mit einem Kauf zu melden und eine Erstattung zu beantragen. Ob sie bewilligt wird, entscheidet Apple nach eigenem Ermessen. Vorher zu kündigen ist daher deutlich besser, als sich darauf zu verlassen.

Kündigen auf Android und bei Google Play

Für Abos, die Sie über Google Play abgeschlossen haben, öffnen Sie die Play-Store-App, tippen auf Ihr Profilbild, dann auf Zahlungen und Abos und anschließend auf Abos. Wählen Sie das Abo aus und tippen Sie auf Kündigen. Wenn Sie mehrere Google-Konten auf dem Smartphone nutzen, wechseln Sie im Play Store zwischen ihnen, denn jedes Konto hat seine eigene Liste.

Wie beim iPhone beendet das Deinstallieren der App die Abrechnung nicht. Auch Google Play kennt für manche Käufe ein Verfahren, um eine Erstattung anzufragen, doch darauf sollten Sie sich nicht verlassen.

Abos für Googles eigene Dienste, etwa zusätzlichen Speicherplatz oder YouTube Premium, werden je nach Abschluss über Google Play oder über die Einstellungen Ihres Google-Kontos verwaltet. Schauen Sie deshalb an beiden Stellen nach, wenn etwas nicht dort erscheint, wo Sie es erwarten.

Direkt bezahlte Dienste: Netflix, Spotify, Deezer und andere

Viele Dienste lassen Sie direkt auf der eigenen Website statt über einen App-Store bezahlen. Solche Abos kündigen Sie in Ihrem Konto auf der Website des Dienstes, meist auf einer Seite namens Konto, Mitgliedschaft oder Tarif. Manche Dienste bieten die Kündigung in der mobilen App gar nicht an. Wenn Sie die Option dort nicht finden, melden Sie sich im Browser an.

Achten Sie darauf, wie abgerechnet wird. Kam ein Streamingdienst als Teil Ihres Mobilfunktarifs, Ihres TV-Pakets oder Ihres Internetvertrags, kümmert sich in der Regel der Partner, der abrechnet, um die Kündigung. Wenn Sie über einen App-Store zahlen, schickt Sie die Website des Dienstes meist zur Kündigung dorthin zurück.

In den meisten Fällen behalten Sie den Zugang bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums. Machen Sie einen Screenshot der Bestätigung oder bewahren Sie die Bestätigungs-E-Mail auf, und prüfen Sie mit der nächsten Abrechnung, ob die Abbuchung wirklich aufgehört hat.

Testphasen, Familientarife und gelieferte Konten

Kostenlose Testphasen sind eine häufige Quelle überraschender Abbuchungen. Tragen Sie beim Start das Enddatum in Ihren Kalender ein, mit einer Erinnerung einige Tage vorher. Bei manchen Plattformen beendet eine Kündigung während der Testphase den Zugang gleich, bei anderen behalten Sie ihn bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Testphase geendet hätte. Lesen Sie die Bestätigungsmeldung deshalb genau.

Familien- und Gruppentarife haben einen Organisator oder Verwalter, der die Abrechnung steuert. Mitglieder können in der Regel nicht für alle kündigen, sondern nur selbst austreten. Wenn Sie einen Familientarif verwalten, den niemand mehr nutzt, ist die Kündigung Ihre Aufgabe. Haben Sie eine Gruppe verlassen, prüfen Sie zusätzlich, ob Sie nicht daneben noch ein vergessenes eigenes Abo bezahlen.

Wenn Sie ein Konto oder einen Zugang über einen Marktplatz wie rStock erhalten, öffnen Sie bald nach der Lieferung die Abo- oder Abrechnungsseite des Kontos, um zu sehen, welcher Tarif aktiv ist und wann er sich verlängert oder endet. Halten Sie die Nutzungsbedingungen des Dienstes ein, auch seine Regeln zu Haushalt und Teilen. Entspricht das Gelieferte nicht dem Angebot, eröffnen Sie innerhalb des begrenzten Zeitfensters nach der Lieferung einen Streitfall, statt bis zum nächsten Verlängerungsdatum zu warten. rStock steht in keiner Verbindung zu Apple, Google, Netflix, Spotify oder einem anderen in diesem Ratgeber genannten Dienst.

So bleibt die Liste künftig kurz

Führen Sie eine einfache Übersicht über jedes Abo mit Kosten, Verlängerungsdatum, Zahlungsmittel und der E-Mail-Adresse des Kontos. Eine Notiz oder eine Tabelle genügt. Sehen Sie die Übersicht alle paar Monate durch und immer dann, wenn Sie Ihre Abrechnungen prüfen.

Schauen Sie sich vor dem Kündigen von etwas, das Sie gelegentlich noch nutzen, die Alternativen an. Viele Dienste bieten einen preiswerteren Tarif, eine kostenlose Stufe oder eine Pausenfunktion. Monatliche Abrechnung kann für Dienste sinnvoll sein, die Sie nur in einem Teil des Jahres nutzen, während eine jährliche Zahlung zu denen passen kann, die Sie ständig brauchen.

Wenn Ihre Bank es erlaubt, nutzen Sie eine eigene Karte oder eine virtuelle Karte nur für Abos. So fallen wiederkehrende Abbuchungen leicht auf und lassen sich einfach prüfen. Eine Karte zu sperren oder zu ersetzen ist allerdings nicht dasselbe wie zu kündigen: Der Dienst kann Sie weiterhin als Abonnenten führen und später versuchen, das Geld einzuziehen. Kündigen Sie deshalb immer zuerst über das Konto.

Häufig gestellte Fragen: Ungenutzte Abos finden und kündigen: Schritt für Schritt

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